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Neuigkeiten

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Entwicklungsschwerpunkt ESP-B Bahnhof-Arth Goldau

Mitte 2016 hat die Gemeinde Arth begonnen, die Entwicklungsstrategie für das Bahnhofsgebiet Arth-Goldau zu erarbeiten. Dies nicht alleine im stillen Kämmerchen, sondern unter breitem Einbezug einer 24-köpfigen Stakeholder-Gruppe und der interessierten Öffentlichkeit. Die gesamte Entwicklungsstrategie soll bis im Sommer 2017 fertiggestellt werden.

Seit Spätsommer 2016 wurde in vier Stakeholder-Workshops die künftige Entwicklung des Bahnhofgebiets Arth-Goldau diskutiert. Als Stakeholder werden Personen oder Personengruppen bezeichnet, die betroffen sind oder ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis des Prozesses oder Projektes haben. Auch war die breite Öffentlichkeit aufgerufen, ihre Meinungen und Anregungen der Gemeinde bekannt zu geben. Neben den direkten Wortmeldungen an den öffentlichen Orientierungen haben rund 20 Personen davon mündlich, schriftlich oder mit Leserbrief bis Ende Februar 2017 Gebrauch gemacht. Die Anregungen sind in die weiteren Diskussionen und Entscheide eingeflossen.

Die Kernthematik liegt bei
der Aufwertung des Bahnhofplatzes;
den Arealentwicklungen „Bahnhof Süd“;
der Erschliessung „Bahnhof Süd & Oberdorf“ sowie
der Wohnquartier-Entwicklung.

Bahnhofplatz
Am intensivsten und emotionalsten sind bisher die Diskussionen zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes verlaufen. Die Bevölkerung projiziert grosse Erwartungen an den Bahnhofplatz. Als NEAT-Knotenpunkt muss der Bahnhofplatz künftig aber wesentlich höhere Anforderungen als Umsteigepunkt von der Bahn auf den öffentlichen-, den motorisierten Individual- und den Langsamverkehr erfüllen. Dazu zeigten Fachleute auf, wie viel mehr Platz für den Busverkehr künftig benötigt wird, wenn man den Ausbau des regionalen ÖV-Angebots und die Behinderten-Gesetzgebung in Betracht zieht. Für einen repräsentativen Ankunftsort und vor allem für einen Dorfplatz bleibt wenig Platz. In den vertieften Studien wurden deshalb auch unterirdische Lösungen für den Busbahnhof geprüft, wobei diese Varianten rund das Dreifache kosten dürften. Die immer wieder geäusserte Idee der Verlegung des Busbahnhofes auf die Südseite der Geleise wurde zwar geprüft, ist jedoch wegen ungenügender Platzverhältnisse wie auch wegen fehlendem öffentlichem Grund nicht innert nützlicher Frist realisierbar.
Ähnlich intensiv und kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob, wie viele und welche Parkplätze es künftig auf resp. unter dem Bahnhofplatz brauche. Während die Einen durch die NEAT grossen Mehrbedarf an Parkplätzen identifizieren, haben die Anderen Angst vor einer Überlastung von Bahnhof- und Parkstrasse und möchten deshalb am liebsten alle Parkplätze auf die Südseite verlegen. Der Gemeinderat verfolgt hier einen Mittelweg: Der Bahnhofplatz ist der einzige Platz innerhalb des Entwicklungsgebiets rund um den Bahnhof, welcher sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Würde hier das heutige, gut genutzte Angebot an Kurzzeit-Parkplätzen nicht mehr gedeckt, wäre auf der Bahnhof- und Parkstrasse ein Parkierungschaos zu befürchten. Die bestehenden Parkplätze sollen deshalb durch 50-70 Tiefgaragen-Plätze unter dem Bahnhofplatz ersetzt werden, ohne Mehrverkehr gegenüber heute. Zusätzliche öffentlich zugängliche Parkplätze (Park & Ride etc.) sollen hingegen im Gebiet Bahnhof Süd geschaffen werden, sobald die Erschliessung des Gebiets verbessert ist. Da die Gemeinde ausser den Groberschliessungsstrassen dort kein Land besitzt, wird die Realisierung dieser Parkplätze der unternehmerischen Initiative von Grundeigentümern und der SBB AG überlassen.

Arealentwicklungen „Bahnhof Süd“
Die grobe Strategie, so wie sie auch der Kanton verfolgt, ist hier auf die Ansiedlung von Arbeitsplätzen ausgerichtet. In den ersten beiden Baureihen entlang der Bahn stehen deshalb Produktions- und Dienstleistungs- sowie Tourismus- und Bildungs-Betriebe im Vordergrund. Wo möglich und sinnvoll soll dort aber in den obersten Geschossen auch Wohnen möglich sein. In der Studie wird das Ganze durch einen neuen Platz und einen baumbestandenen Boulevard parallel zur Bahnlinie zusammengehalten, welcher die Güterstrasse ersetzt. Die Rigi Bahnen und KAGO AG (Eigentümerin ehemals Luxram Areale) sind nach wie vor sehr daran interessiert, dass es mit ihren Arealentwicklungen vorwärts geht.

Erschliessung „Bahnhof Süd & Oberdorf“
Aus fünf Varianten steht nun eindeutig die Variante „Schuttweg“ im Vordergrund, welche am Berufsbildungszentrum und an der Pädagogische Hochschule vorbei über die Autobahn und östlich des Autobahnanschlusses an die Gotthardstrasse führt. Um sie realisieren zu können, müssen allerdings noch mehrere Klippen umschifft werden. Als Rückfallmöglichkeit ist deshalb die Variante Ausbau Rigistrasse vorgesehen.

Wohnquartier-Entwicklung
Nicht zuletzt hat sich der Stakeholder-Workshop im Februar und April auch mit den Auswirkungen des Neat-Bahnhofs auf die umliegenden Wohnquartiere befasst. Der Weg soll in Richtung „Verdichtung gestalten“ führen. Die Verdichtung ist ein länger andauernder Prozess. Die Gemeinde soll dabei den Anstoss geben und Grundeigentümer-Gruppen bei der Entwicklung gemeinsamer, qualitätsvoller Lösungen unterstützten. Der Wille für einen Zusammenschluss von Grundeigentümern muss aber von der Basis kommen.

Nächste öffentliche Orientierung
Am 24. Mai 2017 um 19:30 Uhr findet die nächste öffentliche Orientierung im Pfarreizentrum Eichmatt, Goldau, statt. Bis dahin soll die gesamte Entwicklungsstrategie, bestehend aus Zukunftsbild und Massnahmenplan, im Entwurf vorliegen. Unser Standortentwickler Prof. Andreas Schneider und der Gemeinderat werden aktuell und aus erster Hand informieren und sich der Diskussion stellen. Anregungen und Kritik zur Entwicklungsstrategie aus der breiteren Bevölkerung können auch in der anschliessenden Mitwirkung auf schriftlichem Weg bis 15. Juni 2017 eingebracht werden.

Die gesamte Entwicklungsstrategie wird dann im Juli 2017 vom Gemeinderat verabschiedet. In der anschliessenden Umsetzungsphase werden u.a. der Bahnhofplatz und die Erschliessung Bahnhof Süd projektiert, die Arealentwicklungen Bahnhof Süd eingeleitet.

Der Gemeinderat ist weiterhin daran interessiert, was die Anregungen aus der Bevölkerung sind. Geben Sie Ihre Meinungen oder Vorschläge ab an:
Besten Dank

Datum der Neuigkeit 11. Mai 2017