Willkommen auf der Website der Gemeinde Arth



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
  • Schriftgrösse:
  • A-
  • |
  • A
  • |
  • A+

Neuigkeiten

Druck VersionPDF

Zukunft Arth-Goldau: Raum für Entwicklung

Medienorientierung vom 23. Januar 2018

Arth-Goldau wird mit der NEAT-Volleröffnung Ende 2020 zum wichtigsten ÖV-Knotenpunkt im Kanton Schwyz. Die Gemeinde Arth trifft mit einer breit abgestützten Strategie und gezielten Massnahmen die notwendigen Vorbereitungen, um das Bahnhofsgebiet für die Zukunft fit zu machen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, zu welcher am Runden Tisch eine mehrheitsfähige Lösung gefunden wurde. Die grosse Bedeutung der neuen ÖV-Drehscheibe unterstreicht auch das kantonale „ÖV-Konzept 2020+“, von dem Arth und die gesamte Region dank besseren Anschlüssen massgeblich profitieren wird. Der Kanton will sich auch finanziell an der Umsetzung beteiligen.

Ruedi Beeler, Gemeindepräsident von Arth, gab gleich zu Beginn der Medienorientierung seiner Freude Ausdruck: „Zu wichtigen Fragen gelang es bei der Neugestaltung des Bahn­hofplatzes eine mehrheitsfähige Lösung zu finden. Im vergangenen Herbst haben wir mit den Mitwirkenden drei Themen diskutiert: den Bushof, die Tiefgarage und den Ersatz für das Postgebäude. Nach aufwändigen Abklärungen wurde klar, dass es einen zusammenhängenden Bushof auf dem Bahnhofplatz braucht, eine darunterliegende Tiefgarage die beste Lösung ist und der Abbruch des Postgebäudes eine zwingende Voraussetzung ist, um Raum für einen attraktiven Platz zu schaffen.“ Nach diesem Zwischenschritt konnte der Gemeinderat von Arth Ende 2017 die Entwicklungsstrategie verabschieden, und damit den letzten noch offenen Teil mit Zukunftsbild und Massnahmenplan in die nachfolgende Projektierung schicken.

Ebenfalls zur grossen Freude des Gemeinderats hat der Regierungsrat Ende Jahr 2017 eine Kostenbeteiligung von 40% in Aussicht gestellt. Diese Beteiligung des Kantons sei nicht nur dringend nötig um das Projekt finanziell überhaupt stemmen zu können, sondern es trage massgeblich dazu bei, um in der zum Baukredit noch anstehenden Volksabstimmung die Chancen auf Zustimmung deutlich zu erhöhen, so Beeler.

Anhand verschiedener Pläne zeigte Prof. Andreas Schneider, Standortentwickler, Hochschule für Technik Rapperswil, die Gründe auf, warum es einen Bushof direkt am Bahnhofplatz braucht: „Der Standort ist der beste. Im Vergleich zu einem Standort auf der Südseite sind die Fahr- und Umsteigezeiten massiv kürzer und die Land- und Baukosten tiefer. Für bis zu fünf Gelenkbusse kann eine attraktive Lösung geschaffen werden, und ein Nebeneinander von ÖV und Fussgängern ist möglich. Berechnungen zur Tiefgaragen haben klar gezeigt, dass sie wirtschaftlich tragbar sind und klare Verbesserungen bringt. Um den Herausforderungen als ÖV-Hauptknotenpunkt des inneren Kantonsteils gerecht zu werden, ist allerdings ein Abbruch des Postgebäudes unumgänglich. Für die Poststelle Goldau soll aber in der unmittelbaren Umgebung eine Ersatzlösung gefunden werden.“

Diese Überlegungen überzeugten auch die Teilnehmenden des Runden Tischs, so dass eine mehrheitsfähige Lösung erst möglich wurde: Der Bahnhofplatz soll künftig nicht nur zu einer attraktiven Verkehrsdrehscheibe werden, sondern für Arth-Goldau dabei auch eine unverwechselbare, gut gestaltete Eingangspforte schaffen. Künftig fahren die Busse oberirdisch und die Autos parkieren unterirdisch. Der neue Platz wird ein Ort der Begegnung für alle: Vis-à-vis des heutigen SBB-Gebäudes ist ein Pavillon mit ein bis zwei Geschossen vorgesehen, welcher Platz für die Poststelle, Kiosk, Café, Touristen-Information bieten könnte.

Der neue Bushof umfasst fünf moderne, behindertentaugliche Perrons für Gelenkbusse. Davon profitiert einerseits die Arther Bevölkerung mit einer besseren Vernetzung des öffentlichen Verkehrs innerhalb der Gemeinde sowie mit den Ortschaften im Talkessel. Und andererseits der ganze innere Kantonsteil durch attraktive und kurze Umsteigemöglichkeiten an seinem wichtigsten Fernverkehrs-Knoten (siehe unten).

Die neue Tiefgarage ersetzt nur die heutigen 60 Parkplätzen (mit marktüblichen Tarifen zw. 2 bis 3 CHF pro Stunde). Damit wird einerseits der von Anwohnern befürchtete Mehrverkehr vermieden. Andererseits werden chaotische Zustände aufgrund fehlender Parkplätze auf ein Minimum reduziert. Zusätzliche Parkierungsmöglichkeiten (insbesondere Park&Ride für Ganztagesbenutzer) sollen auf der Südseite des Bahnhofs geschaffen werden. Deren Realisierung wird der SBB und Privaten überlassen.

Zusammenfassend führt der Standortentwickler aus: „Damit ist die Entwicklungsstrategie vollständig und wird sehr konkret. Schon im Spätsommer sind verschiedene, unbestrittene Umsetzungsprojekt auf der Bahnhof-Südseite gestartet worden. Nebst verschiedenen Abklärungen sind hier insbesondere die Projektierung der neuen Groberschliessung und die Umzonungs-Vorbereitungen zu erwähnen. Und mit der Einigung zum Bahnhofplatz wird in den nächsten Wochen nun auch die Projektierung dieses Schlüsselprojekts lanciert.“

Markus Meyer, Vorsteher des kantonalen Amts für Mobilität, präsentierte schliesslich das neue ÖV-Konzept 2020+, welches massgeblich Auswirkungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Arth, Oberarth und Goldau sowie für die gesamte Region haben wird: „Durch das Engagement des Kantons in die Neat-Fahrplanplanungen konnte der Halt sämtlicher Intercity- und Eurocityzüge in Arth-Goldau gesichert werden. Dies bringt Arth-Goldau halbstündliche schnelle Direktverbindungen nach Zug – Zürich und ins Tessin. Arth und Oberarth werden neu in Arth-Goldau an das halbstündliche Bahnangebot in alle Richtungen angeschlossen. Zudem werden neu die Dörfer Arth und Goldau mit vier Verbindungen pro Stunde attraktiv miteinander verbunden. Durch den Ausbau und die Umgestaltung des Busangebots vom Schwyzer Talkessel nach Arth-Goldau und Arth entstehen für Arth, Oberarth und Goldau zudem halbstündliche, direkte Busverbindungen nach Schwyz Zentrum. Die fünf Buskanten am Bahnhof Arth-Goldau sichern die öV-Erschliessung langfristig. Aufgrund der kantonalen Bedeutung des Bahnhofs Arth-Goldau hat der Regierungsrat der Gemeinde eine Kostenbeteiligung des Kantons an der beitragsberechtigten Investitionssumme der Busdrehscheibe Arth-Goldau in Aussicht gestellt.“

Zum Schluss orientierte Ruedi Beeler über die weiteren öffentlichen Informationsanlässe: Im März will der Gemeinderat die Bevölkerung eingehend über die Entwicklungs­strategie, den Projektstand und die weiteren Planungsschritte informieren (mit verschiedenen Aktivitäten wie Info-Flyer, öffentliche Info-Anlässe und Begehungen des Bahnhofgebiets, Sprechstunden im Rathaus etc.). Um die Strategie griffiger zu kommunizieren, hat der Gemeinderat sich für einen neuen Projekttitel entschieden: „Zukunft Arth-Goldau: Raum für Entwicklung“.

Weitere Informationen unter:   Aktuelles / Projekte

Datum der Neuigkeit 23. Jan. 2018